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Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Isenbüttel

Mausoleum

Die Familie von Campe nutzte früher die abgebrannte Dorfkirche auch als Beisetzungsstätte. Dieses Recht wurde mit dem Kirchenneubau 1874 nicht mehr eingeräumt. Die Familie errichtete ein Mausoleum. Im Keller des Grabhauses wurden insgesamt 18 Familienmitglieder beigesetzt, der letzte Leichnam um 1900. 1987 ging das Mausoleum als Geschenk in den Besitz der Gemeinde Isenbüttel über. Die Gemeinde ließ es in den Jahren 1988/89 restaurieren und plante eine Nutzung als Dorfmuseum. Das Mausoleum kann nach Absprache besichtigt werden. Dazu wenden Sie sich bitte an die Gemeinde Isenbüttel unter der Tel.-Nr. 05374 8871.

St. Marien Kirche

Die Entwicklung der Kirche in Isenbüttel lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen 1265 oder 1266 muss schon eine selbstständige Pfarre in Isenbüttel existiert haben. Dies kann bewiesen werden durch die mehrmalige Erwähnung eine „Renfridus plebanus“ in Ysenebutle“ oder durch die direkte Erwähnung eines Pleban Heinrich einige Jahre danach. Der endgültige Beweis für die Existenz einer Kirche in Isenbüttel geht aus einer Verkaufsurkunde aus dem Jahr 1342 hervor. Dort wurde der Verkauf von 3 Morgen Land der Familie von Campe, die schon früh in Isenbüttel begütert war, an die Kirche festgehalten. 1352 ist sogar der Verkauf eines Kothofes (kleines Landgut) an die Kirche beurkundet.

Sie ist in den Monaten Oktober – März täglich von 10 – 16 Uhr und in den Monaten April – September von 10 – 18 Uhr täglich für Besucher geöffnet.

 

Elbe-Seitenkanal

1951 wurde in Lüneburg der Nordsüdkanal-Verein gegründet, der nach gründlichen Untersuchungen Pläne für einen für das Europa-Schiff mit 2,50 m Tiefgang tauglichen Kanal ausarbeitete. In den Planungen führte der Kanal von der Elbe bei Artlenburg an Lüneburg, Bad Bevensen, Uelzen und Gifhorn vorbei zum Mittellandkanal. Auf dieser Basis wurde 1963 nach weiteren Untersuchungen der Bau des Elbe-Seitenkanals beschlossen. 1969 wurde dann mit dem Bau des Kanals begonnen. Dabei wurden 63 Mio. m³ Boden bewegt und für Schleusen und Brückenbauten 400.000 t Beton und 72.000 t Stahl verbaut.
Der Kanal zweigt bei Artlenburg an der Elbe ab und mündet in den Mittellandkanal bei Edesbüttel. In unserem Bereich durchquert der Kanal auf einem bis zu 14 m hohen Damm das Allerurstromtal. Die für diesen Damm erforderlichen Erdmassen wurden durch Ausbaggern mit Schwimmbaggern des dabei entstandenen Tankumsees gewonnen und aufgespült.
Ein wichtiges Bauwerk wurde die Unterführung (Tunnel) der zweigleisigen Schnellfahrtstrecke Hannover – Berlin der Deuten Bahn AG, unmittelbar am nördlichen Ostrand von Calberlah.
Nach einer Bauzeit von rund acht Jahren wurde der Kanal 1976 mit 17,6 m³ Wasser geflutet und am 15.06.1976 offiziell für den Schiffsverkehr freigegeben.