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Umgang mit offenen Feuern

Auch in diesem Jahr scheint es bisher so, dass es, wie in den letzten beiden Jahren auch, nicht ausreichend regnet und es wieder ein ziemlich trockenes Jahr wird.

Hierunter leidet die Natur, aber nicht nur Landwirte machen sich sorgen um ihre Ernte. Den Brandschützern geht es ähnlich. Sie sorgen sich um die Sicherstellung des Brandschutzes. Hinzu kommt, dass coronabedingt im Frühjahr ausschließlich zu Einsätzen ausgerückt werden durfte. Fortbildungen, Einsatzübungen usw. durften zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft nicht stattfinden. Glücklicherweise war das Einsatzaufkommen aufgrund der zahlreichen Einschränkungen überschaubar.

Nachdem nun die Einschränkungen gelockert wurden, ist auch hier wieder mit einem Anstieg der Einsatzzahlen zu rechnen. Aufgrund des ausbleibenden Regens in ausreichenden Mengen ist die Vegetation ausgetrocknet, so dass der kleinste Funken genügt, um ggfs. erhebliche Folgen zu verursachen. Aus diesem Grund wird auf die Regelungen bezüglich offener Feuer in der Samtgemeinde Isenbüttel, die seit Mai 2019 gelten, hingewiesen.

Nach § 3 der Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Samtgemeinde Isenbüttel, nachfolgend Gefahrenabwehrverordnung genannt, sind u.a. alle Lager- und andere offene Feuer verboten. Ausnahmen hiervon müssen vom Ordnungsamt der Samtgemeinde schriftlich genehmigt werden. Steigt der Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes für den Bereich Wolfsburg auf Stufe 4 (hohe Gefahr) oder höher, regelt § 3 Abs. 2 der Gefahrenabwehrverordnung, welche Tätigkeiten dann zusätzlich verboten sind. Darunter fällt dann u.a.

  • das Entzünden von Feuern in Feuerkörben, Feuerschalen, Feuertonnen oder ähnlichen Vorrichtungen,
  • das Entfernen von Unkraut mittels Gasbrennern oder ähnlichen Geräten oder
  • die Verwendung von Gegenständen, die durch Erhitzung des Bodens Brandgefahren verursachen können, ohne feuerfeste Unterlage.
  • Die Verwendung anderer Gegenstände (z. B. Holzkohlegrills) ist auf nicht brennbarem Untergrund erlaubt, wenn ein gefahrbringender Funkenflug ausgeschlossen ist.

Diese Aufzählung in der Gefahrenabwehrverordnung ist nicht abschließend.

Jedes zugelassene Feuer im Freien ist dauernd durch mindestens eine volljährige Person zu beaufsichtigen. Vor Entzündung des Feuers muss sichergestellt sein, dass sich keine Menschen oder Tiere im errichteten Brennmaterial aufhalten. Entsprechend der Größe des Feuers sind ausreichende Löschmittel (Feuerlöscher, Löschwasser, Löschdecke) einsatzbereit zu halten. Bei entsprechender Gefahrenlage kann seitens der Samtgemeinde eine kostenpflichtige Brandsicherheitswache angeordnet werden.

Der Betreiber des Feuers hat grundsätzlich dafür Sorge zu tragen, dass Dritte durch Rauch nicht mehr als nach den Umständen vermeidbar belästigt werden. Vor Verlassen der Feuerstelle hat dieser sich zu versichern, dass das Feuer auch wirklich gelöscht ist und somit ein Wiederentzünden wirksam ausgeschlossen ist. Wer ein Feuer entzündet, haftet für alle Schäden, die durch das Feuer entstehen.

Den Graslandfeuerindex für den Bereich Wolfsburg finden Sie hier: https://www.dwd.de/DE/leistungen/graslandfi_bl/graslandfibl.html;jsessionid=51C215F25CDEBCC60F7ADB1C0A48A8BB.live21071

Sie müssen nur das Bundesland Niedersachsen auswählen und nach dem Indexwert für Wolfsburg suchen.

Gerade im Hinblick auf die Dürre im letzten Jahr und der zurzeit wiederholten Trockenheit besteht immer noch auf Feldern und Wiesen im öffentlichen und auch im privaten Bereich eine große Gefahr, wenn Feuer unkontrolliert angezündet werden. Daher sollte es für jeden verständlich sein, dass der Umgang mit Feuer verheerende Ausmaße annehmen kann. Daher appelliert das Ordnungsamt an alle, auf offene Feuer nach Möglichkeit ganz zu verzichten bzw. die vorgenannten Regelungen strikt einzuhalten, zu IHRER eigenen Sicherheit.

Sollten Sie Fragen zum o.g. Thema haben, melden Sie sich gern bei der Samtgemeinde Isenbüttel, Frau Rodat, unter der Telefonnummer 05374 88-23.