Familie, Bildung, Soziales |

Neuausrichtung der Jugendarbeit

Die Jugendförderung der Samtgemeinde Isenbüttel hat die Lockdowns der Corona-Pandemie genutzt, um ihr Konzept zu überprüfen. Nun arbeitet sie an einem neuen Konzept und möchte an dieser Stelle die zukünftige Neuorientierung vorstellen.

Bisher war ein großer Schwerpunkt der Jugendförderung die offene Jugendarbeit in den Jugendtreffs. Im Laufe der Jahre sind allerdings die Treffbesucherzahlen stetig gesunken, sodass in vielen Ortschaften der Samtgemeinde Isenbüttel die Jugendtreffs in den letzten Jahren bereits schließen mussten. Aktuell gibt es nur noch einen Jugendtreff in Calberlah und einen Teenie-Treff in Calberlah und Isenbüttel.  Und auch dort sanken bereits vor der Corona-Pandemie die Besucherzahlen. Dieser Entwicklung wurde mit unterschiedlichen Maßnahmen und veränderten Konzepten begegnet, um diese zu stoppen. Auch wenn die ein oder andere Maßnahme kurzfristig zu einer steigenden Besucherzahl geführt hat, werden mittlerweile die Treffs nur noch von wenigen Jugendlichen regelmäßig besucht. Diese Entwicklung ist u.a. auf den gesellschaftlichen Wandel mit seiner Digitalisierung der Lebenswelt Jugendlicher und die Ganztagsangebote der Schulen zurückzuführen.

Nun wird es Zeit für einen neuen Weg und eine neue Ausrichtung. Unser neues Konzept beinhaltet 4 Bausteine, die im Folgenden genauer erläutert werden.

Baustein 1 beinhaltet unsereoffene Jugendarbeit. Wir möchten die offene Jugendarbeit als einen von vier Bausteine beibehalten, um damit Jugendlichen weiterhin zu ermöglichen, den Treff mit all seinen Möglichkeiten (z.B. Kickern, Billard spielen, kochen) zu nutzen und Gleichaltrige zu treffen. Allerdings gibt es ein paar Änderungen. Die Einrichtungen in Calberlah und Isenbüttel werden in „Treffpunkt“ umbenannt. Der Treffpunkt in Calberlah ist immer dienstags und donnerstags und der Treffpunkt in Isenbüttel immer montags für Jugendliche ab 11 Jahren geöffnet. Immer montags in Isenbüttel und donnerstags in Calberlah findet eine besondere Aktion statt. Auch die Möglichkeiten im Treffpunkt werden erweitert. Zum Beispiel können zukünftig auf unseren Treffpunkt-Smartphones mithilfe von Spiele-Apps verschiedene Kooperations- und Teamspiele miteinander gespielt werden und auch das klassische Brettspiel wird bei uns im Treffpunkt durch Hybridspiele (Brettspiel + App) modernisiert.

Der 2. Baustein des neuen Konzeptes umfasst das sozialräumliche Netzwerk. Jugendarbeit in der Samtgemeinde wird nicht allein von der Jugendförderung angeboten, sondern findet im großen Maße in den Vereinen, Kirchen, Verbänden und Feuerwehren statt. Die Jugendförderung möchte gemeinschaftlich mit den Akteuren Angebote für Kinder und Jugendliche entwickeln und durchführen. Die Zusammenarbeit und Kooperation ist vom Grundsatz nichts Neues und besteht bereits seit vielen Jahren z.B. durch das Sommerferienprogramm, Sport am Tankumsee oder die Sportnächte. In Zukunft soll die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden beispielsweise durch einen gemeinsamen Kinder- und Jugendtag, ein Jugendplatz-Opening oder eine Actionbound-Rallye. Zum sozialräumlichen Netzwerk zählt zukünftig aber auch die Kooperation mit den benachbarten Jugendförderungen und Schulen.

Der Titel des 3. Bausteins lautet „Angebote für Jugendliche“. Dieser Baustein soll ausgebaut und an den Bedürfnissen der Jugendlichen angepasst werden. Es gibt viele Ideen für Angebote, die in Zukunft in Kooperation mit dem sozialräumlichen Netzwerk und den anderen Jugendförderungen angeboten werden könnten. Dazu zählen beispielsweise Bewegungsangebote wie Stand-Up-Paddling, Sportnächte oder eine Schüler-Regatta beim Drachenbootrennen, Erlebnisangebote wie Klettern, Kite-Surfen oder ein Ausflug zur Baumschwebebahn, Bildungsangebote wie die Juniorgruppenleiter-Ausbildung oder Koch-Kurse, Beteiligungsprojekte wie der Runde Tisch oder die Mitgestaltung eines Bikeparks und Digitale/Mediengestützte Angebote wie z.B. Programmieren oder die Filmproduktion.

Der Baustein 4 und zugleich die letzte Ausbaustufe, beinhaltet ein Mehrgenerationshaus im Treffpunkt Isenbüttel. Der Treffpunkt soll zukünftig multifunktional und von unterschiedlichen Gruppierungen genutzt werden. Bereits jetzt wird der ehemalige Jugendtreff von vielen Gruppen genutzt. Die Jugendförderung wird die Einrichtung zu einem „Mehrgenerationshaus“ ausbauen, die Angebote koordinieren, initiieren und sich selbst mit verschiedenen Angeboten einbringen. Zukünftig werden Angebote für Kinder, Jugendlichen, Eltern und Senioren im Treffpunkt angeboten.

Zusammengefasst wird der künftige Schwerpunkt der Jugendarbeit auf kontinuierliche und projektbezogenen Angebote liegen. Die Jugendförderung wird das Jahr 2021 nutzen, um die zukünftige Struktur aufzubauen.

 

Treffpunkt

Im Zuge der Neu-Konzeptionierung der Jugendarbeit hat sich die Jugendförderung dazu entschieden, keine Unterscheidung mehr zwischen Jugend- und Teenietreff zu machen. Die Einrichtungen in Calberlah und Isenbüttel werden einheitlich in Treffpunkt umbenannt.

Wir hoffen sehr, dass wir ab dem 01.05.2021 unsere Treffpunkte öffnen können. Da dies aber von der Infektionslage abhängig ist, bitten wir Euch/Sie, sich vorab unter www.rabenspass.de bzw. www.anmeldung.rabenspass.de zu informieren, ob die Angebote stattfinden.

Während der Öffnungszeiten unserer Treffpunkte in Isenbüttel und Calberlah haben Jugendliche ab 11 Jahre die Möglichkeit Gleichaltrige zu treffen, Musik zu hören, zu zocken, sich sportlich zu betätigen, einfach nur abzuhängen, zu kochen oder zu backen. All das und noch viel mehr ist in unseren Treffpunkten möglich. Darüber hinaus können bei uns Snacks und Getränke gekauft, Handys in unserer „Handy-Tanke“ geladen und mit unseren Treffpunkt-Smartphones App-Spiele gespielt werden. Außerdem sind beide Einrichtungen mit WLAN ausgestattet.