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Endlich geht's los: In Calberlah sind die Arbeiten auf der Baustelle für das betreute Wohnen in vollem Gange

Der Bau des neuen Pflegewohnhauses für das betreute Wohnen in Calberlah schreitet voran.

Bei passend strahlendem Sonnenschein schauen Isenbüttels Samtgemeindebürgermeister Jannis Gaus, Gifhorns Landrat Tobias Heilmann und der Präsident des DRK-Ortsverbands Gifhorn Matthias Nerlich vorbei, um die Baustelle neben dem schon bestehenden Haus für Altenpflege unter die Lupe zu nehmen. Bauträger Mark Zierold und Andree Kepper informieren über den Baufortschritt.

Aus dem Neubau wird ein Wohnbereich mit 26 Einzelzimmern für pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren entstehen. Außerdem eine Einrichtung für das sogenannte Service-Wohnen, in welcher noch selbständige Seniorinnen und Senioren leben werden.

Eine „gute Ergänzung“ zum schon bestehenden Angebot in Calberlah, nennt Matthias Nerlich, Präsident des DRK-Ortsverbandes Gifhorn, den entstehenden neuen Wohnraum für Seniorinnen und Senioren. Denn: „Der Pflegebedarf steigt.“ Und: „Eine solche Übergangsform ist die Perspektive, die wir brauchen.“ Mit dem Samtgemeindebürgermeister, dem Landrat und den Bauträgern habe man darüber hinaus Partner gefunden, auf die man sich verlassen könne.

Diese Symbiose von stationärer Betreuung und betreuter Wohnanlage ergebe Sinn, stimmt auch Gifhorns DRK-Vorstand Sandro Pietrantoni zu. „Wir freuen uns, mit dem Neubau Wohnraum – sowohl für pflegebedürftige Senioren als auch für ältere Menschen, die sich größtenteils noch selbst versorgen können – schaffen zu können.“ So könnten Lebenspartner weiterhin in räumlicher Nähe zueinander bleiben. „Die Strukturen der Altenpflege gehen ineinander über“, weiß er zu berichten. „Und mit dem Neubau werden wir den Angehörigen gerecht.“ Anmeldungen werden bereits auf einer Liste gesammelt; einzige Schwierigkeit bisher: der Personalmangel. „Das liegt auf der Agenda.“

Gifhorns Landrat Tobias Heilmann ergänzt: „Wir wissen, dass wir im Landkreis auch Zuzug von älteren Personen haben.“ Da ergebe es Sinn, Angebote vor Ort zu schaffen. „So können Menschen, die ihr ganzes Leben miteinander verbracht haben, auch den Lebensabend miteinander verbringen.“ Er dankt zudem allen Initiatoren.

Isenbüttels Samtgemeindebürgermeister Jannis Gaus erinnert sich: „Die ersten Planungen sind schon elf Jahre alt.“ Darum sei die Freude groß, dass das Projekt nun umgesetzt werde. „Die Nachfrage ist groß“, betont er. Isenbüttels Verwaltungs-Chef verweist außerdem auf die schon bestehende Kooperation zwischen Pflegeheim und anliegender Grundschule. „Ein tolles soziales Miteinander!“

Bauträger Mark Zierold dankt für die „warmen Worte“ und sein Kollege Andree Kepper ergänzt ein paar Details zum Bauablauf: Auf etwa 1.000 Quadratmetern entstehen zurzeit 26 Einzelzimmer inklusive einem großen Aufenthaltsraum, zudem 25 Wohnungen für das betreute Wohnen. „Auf dem Gelände außerdem ein großer Pavillon, halb verglast, mit einer Fläche von etwa 150 Quadratmetern.“ Eigene Stromerzeugung durch eine Photovoltaikanlage und vier Wärmepumpen werden die Anlage komplettieren. „Alle Gewerke stammen aus der Region“, fügt Andree Kepper noch hinzu.

Die 26 Einzelzimmer sollen bis zum Jahreswechsel fertiggestellt werden. Im Spätsommer bis Herbst 2023 soll der Bau des übrigen neuen Wohnraums gänzlich abgeschlossen sein.